Feuerwehrsiedlung

    Feuerwehrsiedlung
    1994 hat der Bauverein sein Siedlungsgebiet zwischen den Siedlungen Mittelstraße und Im Kreuzbruch arrondiert und diese Siedlung von der Stadt erworben und anschließend saniert. (Foto: Stadtarchiv Leverkusen)

    1994 hat der Bauverein sein Siedlungsgebiet zwischen den Siedlungen Mittelstraße und Im Kreuzbruch arrondiert und diese Siedlung von der Stadt erworben und anschließend saniert. (Foto: Stadtarchiv Leverkusen)

    Die Feuerwehrsiedlung wurde im Zeitraum 1922/23 (erweitert 1927/28) durch die Stadt Opladen gebaut. Architekten waren Stadtbaurat Alfred Münster und Georg Riedel aus Opladen.
    Die Siedlung liegt zwischen Kanalstraße, Birkenbergstraße, Reuschenberger Straße und Bracknellstraße. Im rückwärtigen Raum ist im Rahmen einer neuen Bebauung des Bauvereins die Straße „Am Alten Gaswerk“ entstanden.
    Die besondere Erscheinung dieser Siedlung im Opladener Stadtbild mit den zweigeschossigen, verputzten Reihenhäusern mit Treppengiebeln, die an der Kanalstraße einen quadratischen Feuerwehrplatz mit einer ebenfalls zweigeschossigen, siebentorigen Feuerwache mit mittlerem fünfgeschossigen Turm und Walmdach am Kopfende des Platzes umfassen, stellen die Denkmalwürdigkeit dieser in Deutschland einzigartigen Siedlung dar.

    1920/1922 wurde die Errichtung eines Feuerwehrgerätehauses und einer Siedlung für Mitarbeiter der Feuerwehr in der Kanalstraße geplant. Es liegt ein Bauantrag für das Gerätehaus aus dem Jahr 1922 vor. Bauunternehmer: Franz Schweizer. Der Bauerlaubnisschein vom 22.02.1923 umfasst die Errichtung von 16 Einfamilienhäusern auf den Grundstücken Kanalstraße 33 bis 43, [45 – 47 Feuerwache], 49 bis 59 und Kaiserstraße 92 bis 100 (heute Birkenbergstraße). Diese Bebauung wurde ergänzt durch die Mehrfamilienhäuser Kaiserstraße 102 bis 104.

    Von städtischer Seite war Stadtbaurat Münster sowohl für den Bau der Feuerwehrsiedlung als auch des Gerätehauses verantwortlich.Mit Bauerlaubnisschein vom Februar 1928 wurde die Siedlung um die Mehrfamilienhäuser Kanalstraße 61 und 63 erweitert.Im August 1965 wurde der Bau einer Garage auf dem Grundstück der Kanalstraße 41 beantragt. Am 13.10.1967 wurde die Erweiterung der Fahrzeughalle beantragt.

     

    1975 wurde die Saarstraße in Bracknellstraße umbenannt. Am 30. August 2008 wurde der Bracknell-Square offiziell durch den damaligen Oberbürgermeister Ernst Küchler (Leverkusen) und Mayor Marc Brunel-Walker (Bracknell) eingeweiht. Ein Stück England hat seine Heimat nun in Opladen.
    Seit 1973 besteht die Städtepartnerschaft zwischen Bracknell (Großbritannien) und Opladen. Auch nach der Gebietsreform 1975 führte die Stadt Leverkusen diese Freundschaft weiter.
    Anlässlich des 35-jährigen Jubiläums der Partnerschaft wurden auf dem Bracknell-Square  2 Originale, eine englische Telefonzelle und der rote Briefkasten aufgestellt, sie sind Geschenke aus Bracknell.

    Bilder / Dokumente / Pläne
    Bauplan der Feuerwehrsiedlung Opladen aus dem Jahr 1923. Ein ursprünglich geplanter "Konsum" wurde nicht realisiert. (Quelle: GBO)
    Historischer Ort

    Am 15.01.1896 ging das von der „Kölnischen Maschinenbau AG“ errichtete Gaswerk an der Kaiserstraße, heute Birkenbergstraße, in Betrieb. Im Jahr 1958 wurden die beiden aus den Jahren 1895 und 1910 stammenden Gaskessel demontiert und 1959 durch die große Gaskugel, die „viele Jahrzehnte das Wahrzeichen von Opladen“ war, ersetzt. 

    Sie war 23 m hoch und hatte einen Durchmesser von 19,72 m. Der Behälter diente dem Ausgleich der unterschiedlichen Verbrauchsanforderungen und der Sicherheit der Versorgung. Im November 1969 erfolgte die Umstellung von Kokereigas auf Erdgas. Durch Inbetriebnahme einer neuen Gas-Übernahmestation in Opladen hatte die Gaskugel ausgedient. Im Frühjahr 2004 wurde sie demontiert. Nach Aufgabe der Werksanlage wurde das Gelände einer Wohnbebauung zugeführt.

    Bauherr war der Gemeinnützige Bauverein Opladen eG. Die neuen Wohnhäuser wurden 2006 bezugsfertig.

    (Foto: OGV-Archiv)
    Daten
    Architekt
    Stadtbaurat Alfred Münster
    Bauherr
    Stadt Opladen
    Bauzeit
    1922 - 1928
    Baustil
    Heimatstil mit markanten Treppengiebeln, Dachaufbauten und Natursteinsockeln, interessante Gestaltung der Hauseingänge
    Besonderheiten
    einzigartige Siedlung in Deutschland, Wohnungen um einen zentralen Platz mit Gerätehaus angelegt.
    Lage

    Immobilien-
    verwaltung