Kriegsbilanz

1940 - 1960

Das 5. Jahrzehnt (1940-1949): Kriegsbilanz – 731 beschädig­te, nur 47 nicht beschädigte Wohnungen

Am 15. April 1945 marschierten amerikanische Truppen in Opladen ein. Der Zweite Weltkrieg war damit für die Kreisstadt und ihre Bevölke­rung praktisch beendet. Knapp vier Monate zuvor hatte es den schwersten Bombenangriff gegeben, dessen Ziel das Reichsbahnausbesserungswerk war. Der Angriff vom 28. Dezember 1944 kostete 234 Menschen das Le­ben.
Die erschreckende Bilanz des 2. Weltkriegs für Opladen: Weit über 2.000 Soldaten und 1.000 Zivilisten fanden den Tod. 600 Häuser waren total, weitere 1.500 zu mehr als 25 Prozent zerstört. Nach dem Krieg wurde unter Beobachtung der briti­schen Militärregierung das demokrati­sche Leben wieder aufgenommen. Am 15. 04.1946 fanden die ersten freien Wahlen statt, aus der eine 24-köpfige Stadtverordnetenversammlung her­vorging.
Waren zur letzten Generalversamm­lung der GBO in der NS-Zeit neun(!) Mitglieder erschienen, so ging es nach Kriegsende wieder aufwärts: Auch der oben genannte Judenparagraph in der Satzung wurde flugs wieder rück­gängig gemacht, Vorstand und Auf­sichtsrat wurden selbstverständlich neu besetzt. Am 07.10.1947 wurden die, die GBO betreffenden Kriegs­schäden offiziell bekannt gegeben: 731 Wohnungen mit 2.398 Räumen sind beschädigt worden. Lediglich 47 Wohnungen mit 190 Räumen blieben unbeschädigt.

Das 6. Jahrzehnt (1950-1959): Durchatmen nach dem Krieg

Durchatmen nach dem Krieg und durchstarten bei verschiedensten Bauprojekten – so lautete die Devise bei der GBO Anfang der 50er Jahre: Am 07.06.1950 wurde ein Bauprogramm beschlossen: 21 Neubauwohnungen für Postbedienstete in der Steinstraße 43 Wiederaufbauwohnungen in zer­störten Häusern. Ebenfalls ein bedeu­tendes Datum: der 01.01.1951. Die GBO verwaltet ab sofort den komplet­ten Wohnungsbestand der Stadt Op­laden. Wenige Wochen später beginnt zudem der Bau von 54 Wohnungen auf Trümmergrundstücken in der Vereins-und Kanalstraße. Auch das Ende des Jahrzehnts war bei der GBO von großen Bauprojekten geprägt: Es zeichnet sich ein Großbauvorhaben in Quettingen mit 100 Wohnungen ab.


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